Don Mudra

Die mahnenden Worte eines bekannten Künstlers “Kunst kommt von Können und nicht von Wollen, denn sonst hieße es Wunst“ begleiteten Don Mudra fast sein ganzes Leben und er ließ die Hände vom „Wollen“ und stellte sich in die Reihe der Betrachter. Vor ungefähr sieben Jahren jedoch wurden zwei Triebfedern stärker als die oben genannten Malerworte. Das Verlangen, Kunst nicht nur zu konsumieren sondern Kunst selbst zu produzieren (ohne es gelernt zu haben) ist eine der Triebfeder, die das „Wollen“ ausgelöst hat. „Was für eine Philosophie man wähle hängt … davon ab, was für ein Mensch man ist; …“, sagte der Philosoph Fichte. Don Mudra wählte die Philosophie Arthur Schopenhauers, die viel gemeinsam mit dem Buddhismus hat. Das ist die andere Triebfeder. Er ist mit Schopenhauer eins in der Meinung: „… das Leben schwingt gleich einem Pendel hin und her zwischen Schmerz und Langeweile, …“ und ein Weg zur Selbsterlösung aus diesem Hin und Her ist die Kunst. Die Kunst ist ein anderes Anschauen der Welt als es sonst im Alltag und auch in der Wissenschaft geübt wird. Die volle Erlösung aus diesem Hin und Her von Schmerz und Langeweile ist Schopenhauers Mitleidsethik, die befiehlt: „… in einer alles umfassenden Sympathie in jeden Menschen den Bruder (tat twam asi: das bist du) und nicht nur das, sondern in allen Wesen nur das Alleine zu sehen und sich darin zu verlieren im Geiste der buddhistischen oder christlichen Mystik“. In diesem Sinn treibt es Don Mudra voran.