Oncrete – Nikolas Goldschmidt & Leon Weinhold

Beton – Material der Moderne, Modelliermasse der Architektur, Möglichkeitsraum grenzenloser Formenpluralität. Als künstlich zermahlenes Gemisch ist dieses eigentlich (symbollose) Granulat ein symptomatisches Zeichen unserer Epoche: Der Mensch ordnet und formt die Dinge. Stein schaben wir nicht bl0ß ab, wir stellen diesen her und zwar in der Form, in der wir ihn zuhanden haben wollen. (Anm. Verweis auf Heideggers Zuhandenheit von Zeug).

Diese Technik stellt die Triebfeder für Nikolas Goldschmidts und Leon Weinholds Gestaltungsprozess dar. Von urbanen Phänomenen inspiriert, testen die beiden Hamburger die Formengrenzen der Betonmodellierung aus und experimentieren mit den daraus resultierenden Bedingungen. Als „oncrete“ markiert, ruhen und wirken die daraus entstehenden Objekte im Inneren gebauter Räume. Das Rekombinieren spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie das Verschieben von Form und Kontext. Funktion, Symbolik und Material erwidern und negieren sich. Ambivalenz wird beobachtbar. Wahrnehmung irritiert.

Mehr Informationen über die Künstler: www.oncrete.de